ESG

Einscheibensicherheitsglas

Das Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG)

Das ESG besteht aus einer einzigen Scheibe, welche speziell wärmebehandelt und nach EN 12150-1 hergestellt wird. Dadurch wird das Glas der Scheibe deutlich stabiler gegen Schläge und Stöße, als das normale Flachglas.

Die Herstellung

Bei der Verarbeitung zum Einscheiben-Sicherheitsglas, wird das Glas auf eine Temperatur von etwas 700°C (oberhalb der Transformationstemperatur) erhitzt und nach sofort wieder abgekühlt, wobei die Außenschicht des Glases schneller abkühlt, als die innere Schicht. Das führt dazu, dass im Kern eine Zugspannung und in der Oberfläche eine Druckspannung ensteht. Dabei ist es wichtig, dass das Einscheiben-Sicherheitsglas vorher geschnitten oder zugeschnitten wurde, da eine nachträgliche Behandlung nicht mehr viel bringen würde.  Wenn einen Bearbeitung des ESGs bis in die Zugspannungszone voranschreitet, dann würde die Scheibe zerbrechen.

Es kann bei der Herstellung vorkommen, dass das ESG leichte Oberflächenveränderungen  bekommen kann, da es im Ofen beim Vorspannungsprozess auf Rollen liegt. Die leichte Welligkeit kann man bei der Herstellung nicht immer vermeiden und führt auch zur Beeinträchtigung der Reflexionsbildes. Es kann auch passieren, dass es zu einer chemischen oder mechanischen Veränderung der Oberfläche wie Rollenabdrücke oder Pünktchenbildung kommen kann.

Eigenschaften

Die Stoß- und Schlagfestigkeit von ESG wir mittels Pendelversuch nach DIN EN 12600 geprüft. Des weiteren ist das vorgespannte Glas unenpfindlich gegen starke Temperaturwechsel und das her bestens für Auto geeignet. Je dicker das Glas wird, desto besser werden die Merkmale des Glases und ist kein Grund für eine Reklamation, die Eigenschaften des Glases hängen auch stark von der Dicke ab.

Bei eine Bruch, zersplitter das Einscheiben-Sicherheitsglas in kleine Scheiben. Das hat den Vorteil, dass die Verletzungsgefahr sich deutlich verringert. ESG wird schon sehr sehr lange in der Automobilbranche sehr erfolgreich als Seitenscheiben verwendet und verhindert so starke Stoß- und Schnittverletzungen. Es wird auch beim Hausbau verwendet.

Bei normalem ESG kann es bei er Herstellung vorkommen, dass es zu einem Spontanbruch kommen kann, dies passiert durch korrodierende Nickel(II)-sulfideinschlüsse. Das Problem hat man mit dem ESG-H-Glas gelöst. ESG-H wird direkt nach der Herstellung mit dem Heat-Soak-tes oder Heilagerungstest gestest, dabei wird es mehrerer Stunden unter enormer Hitze von etwa 300°C gelagert. Wenn es dabei zu einem Bruch kommt, wird die Scheibe aussortiert, für die anderen Scheiben ist ein Spontanbruch äußerste gering.
Bei Haustüren und Hausfenster aus ESG, sollte man keinen Falls mit Aufkleber versehen, da bei einen Bruch bzw. einer Zersplitterung der eigentliche Schutz verloren geht, die die großen Bruchstücke  zu ernsten Verletzungen führen kann.